
Leo ist ein sehr freundliches und dem Menschen zugewandtes Pferd. Hat er sein “Begrüßungsäpfelchen” bekommen ist er neugierig, was wir heute mit ihm vorhaben.
Er liebt die Interaktion mit Menschen und versucht zu verstehen, was wir ihm sagen wollen. Aber auch er hat uns etwas mitzuteilen und so kommen wir in ein interessantes “Gespräch”. Leo ist im Natural Horsemanship ausgebildet und kann hervorragend mit Menschen kommunizieren und deren Körpersprache wahrnehmen.
Ganz fein liest er uns, spiegelt unser Verhalten ohne Wertung oder Interpretation an uns zurück, und tut intuitiv das, was uns oft gut tut.
Er ist ein einfühlsames und rücksichtsvolles Therapiepferd, und immer für Spiel und Spaß zu haben. Er stellt sich auf KlientInnen individuell ein und erobert schnell die Herzen der Menschen.
Leo ist nicht nur ein Therapiepferd. Er ist auch ein motiviertes Reit- und Dressurpferd im Freizeitsport und hat Freude an kraftvoller Arbeit und Bewegung.
Eingetragener Name
Napoleon
Rasse
Trakehner
Stockmaß
1,72 m
Geschlecht
Wallach
Farbe
Brauner
Geburtstag
22. April 2010
Nicht jedes Pferd ist als Therapiepferd geeignet und willens, mit immer wieder neuen, oft psychisch belasteten Menschen in Kontakt zu treten. Ein Pferd sollte auch bei Eignung in Ruhe für die Aufgabe ausgebildet werden.
Die Arbeit als Therapiepferd ist für die Pferde emotional und geistig anstrengend. Deswegen ist es wichtig, dass die Pferde genug Ausgleichsarbeit wie kräftigendes Reiten oder Bodenarbeit mit einem kompetenten und stabilisierenden Menschen bekommen, und ungestörte Zeit mit Artgenossen verbringen können.

Leo als Therapiepferd: Führübungen mit einer Klientin im Tellington Labyrinth

Fit durch Sporttraining: Leo wird regelmäßig dressurmäßig gymnastiziert.

Zeit zum Pferd sein ohne Menschen: Spielen, Schmusen, gemeinsam ruhen.

Natural Horsemanship: Leo springt gezielt über ein schmales Hindernis.
Franziska Pfaunsch-Ohliger, Ausbilderin in der pferdegestützten Intervention
Der zusätzliche Einsatz eines geeigneten Pferdes als Therapiepferd kann dem Pferd mentalen Ausgleich bieten und seine Belastbarkeit steigern.
Ich bin an weiteren Freizeitpferden interessiert, die ich gelegentlich als Therapiepferd nutzen kann.
Oft denken Menschen, dass Therapiepferde eher klein und süß sind. Große athletische Pferde könnten Menschen, die den Umgang mit großen Tieren nicht gewohnt sind, möglicherweise einschüchtern.
In meiner Facharbeit, die ich in meiner Ausbildung zur Fachkraft für pferdegestützte Intervention angefertigt habe, habe ich untersucht, ob ein Sportpferd als Therapiepferd geeignet ist, und wie sich sein Einsatz auf seine Leistung im Sport auswirkt.
Ich habe zwei Kurzzeittherapien durchgeführt. Das Sportpferd hat sich gut auf die Klientinnen eingestellt und ruhig, entspannt und aufmerksam interagiert. Die Klientinnen haben sich mit ihm sicher gefühlt, schnell Vertrauen aufgebaut und ihre Therapieziele trotz der kurzen Zeit praktisch vollständig erreicht.
Im Sporttraining hat sich nach der Ausbildung zum Therapiepferd die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit des Pferdes gesteigert. Die meisten Interieureigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Nervenstärke haben sich positiv entwickelt und teilweise deutlich verbessert. Keine der Eigenschaften hat sich verschlechtert.
Für die Sportpferde hat der Einsatz als Therapiepferd den Vorteil, dass es eine gute Ausbildung am Boden und im Umgang mit Menschen erhält, und mentalen Ausgleich bekommt. Das Ausgleichstraining für das Therapiepferd ist durch den Einsatz als Sportpferd automatisch abgedeckt.
Besitzerin eines Sportpferdes im Rahmen meiner Facharbeit zum Thema Sportpferde im Einsatz als Therapiepferd
Als Flucht- und Herdentiere brauchen Pferde klare Führung durch den Menschen. Pferde in meiner pferdegestützten Therapie werden immer respektvoll, niemals mit Gewalt und immer möglichst artgerecht behandelt.
Der Schutz der Pferde und ihr Wohlergehen hat oberste Priorität. Pausen und körperliches Ausgleichstraining, sowie mentaler Ausgleich durch menschenfreie Zeit mit Artgenossen sind unerlässlich.
Ich arbeite mit Pferden, die dem Menschen gegenüber positiv eingestellt sind und in einer einseitigen Nutzung als Freizeit- oder Sportpartner sozial und mental nicht ausgelastet wären. Eine Win-Win Situation.
Ehrgeiziges Reiten ist nicht mein Ziel. Für mich steht das gesunderhaltende Training und die partnerschaftliche Beziehung mit dem Pferd an erster Stelle.